Hermann Rüthers Brief an Karl ins Lazarett in Eger, 9. Nov. 1914

Im Spätsommer 1914 waren russische Truppen aus Russisch-Polen in das damals zu Österreich-Ungarn gehörige Galizien, heute Südpolen vorgerückt. Zur Verstärkung der schlecht geführten und stark dezimierten kaiserlich-königlich österreichisch-ungarischen Armee wurden deutsche Einheiten in Marsch gesetzt, zu denen auch Karls Regiment gehörte.
Karl wurde im Herbst 1914 verwundet und kam ins Lazarett nach Eger ins österreichisch-ungarische  Böhmen (heute Cheb in Tschechien). Sein Vetter/Cousin Hermann Rüther, Tischlermeister in Amelinghausen, schreibt ihm am 9. November 1914 einen Brief, in dem er Karl aus Etzen und Gr. Süstedt berichtet und aufführt, wer aus Etzen und den Nachbardörfern verwundet oder gefallen.  Der Brief folgt unten, ich habe ihn aus der damals üblichen Sütterlin-Schrift übertragen. Dabei habe ich den Text unverändert übernommen, wie es sich gehört; übernommene Fehler sind gekennzeichnet durch ein eingeklammertes "sic" - das bedeutet, dass es genau so im Original steht. Ein Scan des Originals ist hier unten, die Übertragung aus der Sütterlin-Schrift ist hier (bitte klicken):