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Der 90. Geburtstag

Der 90. Geburtstag

Körperlich und geistig rege: Karl Brammer an seinem 90. Geburtstag
 
Friedrich, Christa und ihr Opa
 
In der Stube mit W. Harms, Helmut Brammer, Siegfried Faltin, Willi Stegen (Spitzname: "Gandhi")
 
??, Adolf Stegen, D. Masing und W. Harms
 
Der Posaunenchor bittet zum Blaskonzert - Wind und -10°C - nach etlichen Liedern:
“Martha! Wit’t de denn gor nich aflaten?” (Martha! Wollen die denn gar nicht aufhören?)
 
Martha! ...
 
Helmut jun. und sein Opa
 
W. Harms verabschiedet sich.
 

Die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" schreibt im Januar 1977:


Altbauer Brammer 90

    wh Amelinghausen/Etzen. Der Altbauer Karl-Heinrich-Christoph Brammer in Etzen feiert heute in körperlicher und geistiger Frische senen neunzigsten Geburtstag im Kreise seiner Angehörigen - und viele Freunde werden auch dabeisein. Der Jubilar erlebte so manche Eoche auf seinem Lebensweg.

    Von Etzen aus besuchte er die Volksschule in Amelinghausen und wurde aucn in der dortigen Kirche konfirmiert. In den Winterhalbjahren 1903 und 1904 absolvierte er die Landwirtschaftsschule in Lüneburg. Keinem seinerMitschüler ist ein so hohes Alter vergönnt. Als Freiwiliger trug er die Uniform vom Garde-Füsilier-Regiment in Berlin 1908-1910 (genannt Maikäfer-Regiment).  Über den Eingängen der Maikäferkasernen stand nachstehendes geschrieben: "Es lebe hoch das Regiment, welches sich mit Stolz Maikäfer nennt!"
    Die damaligen Garde-Regimenter unterschieden sich nur durch die Farbe der Schulterklappen. Die Maikäfer trugen gelbe und ein schwarzes Lackkoppel. Die zwei Jahre Militärzeit in Berlin ist heute noch für den Jubilar die schönste Zeit seines Lebens gewesen.
    Nach der unvergeßlichen Militärzeit begann der "Ernst des Lebens". Durch eine Fremdlehre lernet er Land und Leute kennen. 1913 wurde geheiratet. Aus der Ehe mit seiner bereits verstorbenen Frau stehen ihm zwei tatkräftige Söhne zur Seite. In dem ersten Weltkrieg stand er seit dem 3. Tag der Mobilmachung als Soldat in einer bespannten Maschinengewehreinheit an der Front im Westen und Osten. 1915 ist sein Bruder Hermann gefallen. 1916 (richtig: 1914) wurde der Jubilar im Osten schwer verwundet und kam auf dem Lazarettweg nach Soltau.
    Nach Beendigung des 1. Weltkrieges übernahm er den väterlichen Hof. Nach den Stürmen des Krieges erlebte er die Inflation und alle Höhen und Talfahrten des bäuerlichen Berufes. Mit seinem Sohn Heinz überstand er die technische Entwicklung bis in die heutige Zeit. Die Brammers waren stets fleißige und zielstrebige Bauern. Der Urgroßvater von dem heutigen Jubilar erhielt 1815 eine Tapferkeitsauszeichnung in der Schlacht bei Waterloo. Dieser Orden ist und bleibt ein Symbol der Familie Brammer.