Die Schule

Früher waren die Schulmeister Lehrer, Küster,  Kantor und Organist.

“Köster Wolter” war der Vater von Emma Stuhtmann, geb. Wolter. Interessanterweise ist im Flur der Schule dasselbe Fliesenmuster, blaue und gelbe Quadrate, diagonal verlegt - wie im Flur auf dem Hof von Hans. Emma hat das wohl veranlasst - sie hat ja auf den Hof geheiratet.

Dann kam Lütge - es wird erzählt, dass er öfters einem mit einer Nussgerte auf die Fingernägel haute ...

Bei Herrn Ehlert bin ich 1957 - zufällig am 25. April, dem Chef-Geburtstag - eingeschult worden.

Nach Ehlerts Pensionierung kam erst Herr Schmidt aus Rolfsen, dann Herr Schmidt aus Eyendorf; der hatte eine große Narbe auf der Stirn, von einer schweren Kopfverletzung im Kriege herrührend; vielleicht war er deswegen so leicht reizbar. Bei diesem ist mir in Erinnerung geblieben, dass wir in der Weihnachtszeit “Laßt uns froh und munter sein” gesungen haben, “lustig, lustig, trallalala, bald ist Niklaus’ Abend da...” Das Lied kannten wir noch nicht, und Tante Emma mochte es nicht, weil es nicht religiös genug war.
Jedenfalls: Die beiden Lehrer kamen einen Tag um den anderen - wir hatten also - ich war da in der 2. Klasse, Hans in der 1. - jeden 2. Tag schulfrei!

1959/1960 unterrichtete Erwin Brauß - der konnte kein Platt.

1960 dann kam Karl Methling. Er sollte die Schule “auf Vordermann bringen”.

1970 musste Karl dann miterleben, wie Mittelpunktschulen eingerichtet wurden und die von ihm so geliebte einklassige Volksschule aufgelöst wurde. Die Ravener Schule wurde geschlossen.

 

Die Ravener Schule; rechts der 1958 unter Brauß angebaute “Gruppenraum”.
Das Haus wird heute als Jugendherberge genutzt.

Jahrgänge 5 bis 8 der Ravener Schule 1957 mit Herrn Ehlert, der 1946 auf Herrn Lüthge gefolgt ist und 1958 in Pension gegangen ist
(Dank an Karin B., die mir das Bild geschickt hat)
 
Jahrgänge 1 bis 4 der Ravener Schule 1957 mit Herrn Ehlert, der 1958 in Pension gegangen ist
(Dank an Ulla H., die mir das Bild geschickt hat)
 
 

Wir stehen mit dem Rücken zum Eichhof und dem alten Schupppen, der zur Schule gehört hat, und wir blicken Richtung Schnells, auf den Kriekenbarg / Wetzener Straße. Der “Gruppenraum” ist noch nicht fertig, wie man sieht.
Aber du liebe Zeit, wer ist das alles auf dem Bild?

(Dank an Ulla H., die mir das Bild geschickt hat)