Hermann Brammer

Passbild von Herrmann Brammer (Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken)

Hermann  Brammer,
geboren am 3. Oktober 1885; am 1. August 1915 am Schratzmännle in den südlichen Vogesen gefallen. (Eine Eintragung in die Verlustliste findet sich hier.)
Hermann, ältester Sohn von Heinrich und Wilhelmine Brammer war Landwirt in Etzen. Karl hatte einen Hof in Groß Süstedt bei Gerdau/Krs. Uelzen gekauft. Als Karl am 2. August 1914 einberufen wurde, hat Hermann ihn auf dem Hof in Gr. Süstedt vertreten, wie aus einem Brief ihres Cousins Hermann Rüther aus Amelinghausen an Karl hervorgeht. Anfang 1915 musste Hermann ebenfalls ins Heer einrücken.

Hermann in Zivil - in der Pose eines wohlhabenden Bauern mit Zigarre und Hund. Es ist das einzige Bild außer den Familienbildern Ein Foto, das in Munsterlager gemacht wurde, anscheinend kurz vor dem Abmarsch an die Westfront

Ab dem 20. Juli 1915 unternimmt die französische Armee mehrere schwere Angriffe auf die deutschen Stellungen in den Vogesen am "Lingekopf" bei Münster/Nähe Colmar im südlichen  Elsaß, am 1. August auf den Schratzmännle. Hermann kommt im Verlauf dieser Gefechte um.
Er liegt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod (Block 2, Grab Nr. 337).
Wir haben ihn im August 2006 - 91 Jahre nach seinem Tod - besucht - hier sind einige Bilder (bitte klicken).

Passbild von Herrmann Brammer (Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken)

Hermann  Brammer,
geboren am 3. Oktober 1885; am 1. August 1915 am Schratzmännle gefallen.
Ab dem 20. Juli 1915 unternimmt die französische Armee mehrere schwere Angriffe auf die deutschen Stellungen in den Vogesen am "Lingekopf" bei Münster/Nähe Colmar im südlichen  Elsaß, am 1. August auf den Schratzmännle. Hermann kommt im Verlauf dieser Gefechte um.
Er liegt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod (Block 2, Grab Nr. 337).
Wir haben ihn im August 2006 - 91 Jahre nach seinem Tod - besucht - hier sind einige Bilder (bitte klicken).

Hier findet man Beschreibungen dieser harten und blutigen Kämpfe:

http://www.linge1915.com/de/startseite/
http://www.linge1915.com/de/geschichte/

Bilder: http://www.linge1915.com/de/bildarchiv/

Eine ausführliche Präsentation:
http://net.lib.byu.edu/~rdh7/wwi/1915/PP-Linge.pps

http://www.lib.byu.edu/estu/wwi/dose/01-Vogesen-01.htm (engl.)

 

 

 

 
























 


Feldwebel Krätzig schreibt am 4. August 1915
(der Brief als Faksimile unten):

Sehr geehrter Herr und Frau Brammer!

Leider muß ich Ihnen die tieftraurige Mitteilung machen, daß Ihr lieber Sohn, der Ers. Res. (Ersatz-Reservist; h.b-w) Hermann Brammer am 1.8.15 den Heldentod für Gott und Vaterland starb. Er fiel von einer Granate in den Kopf getroffen und war sofort tot. Seine Kameraden betteten ihn neben anderen Kameraden in die kühle Erde. Die Kompagnie hat in ihm einen tüchtigen bescheidenen Kameraden verloren; stets werden wir seiner gedenken. Die ganze Kompagnie trauert mit Ihnen, lieber Herr und Frau Brammer.

Möge Sie der liebe Gott in Ihrem Schmerze trösten.

Hochachtungsvoll

Krätzig
Feldwebel 5.Korps.

Res. Inf. Btl. 92

Etzen, den 12. August 1915
Am 1. August fiel auf dem Felde der Ehre unser innigstgeliebter, unvergeßlicher, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
Hermann Brammer
Ersatz-Reservist im Res.-Inf.-Regt. 92
im 32. Lebensjahre.
In tiefem Schmerz, doch gottergeben:
Heinrich Brammer und Frau, geb. Rüther
Karl Brammer, Gr. Süstedt, z.Z. im Lazarett Berlin, und Frau,
geb. Meinecke, und Neffe

2. Tim. 4,6.8   Ap.-Gesch. 21,14

2. Brief an Timotheus, Kap. 4, 6: Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden; 8: Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HERR an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben.
Apostelgeschichte  Kap. 21,14:
Da er aber sich nicht überreden ließ, schwiegen wir und sprachen: Des HERRN Wille geschehe.
(aus der Luther-Bibel 1912)

 

 
unten: Gefallenen-Denkmal in Amelinghausen
 
 

 

Mémorial du Linge am Lingekopf ist ein Ort der Erinnerung, der auch von Schulklassen aus Deutschland und Frankreich besucht wird. Für diese haben die Franzosen ein "Pädagogischen Dossier" herausgegeben, betitelt "Der Lingekopf. Schlachtfeld, Ort der  Erinnerung". (Das ist ein PDF-Dokument.)
Hierin ist auf S. 4 ein Brief des französischen Hauptmanns Ferdinant Belmont, Offizier der Gebirgsjäger enthalten, der zufällig die Geschehnisse am Schratzmännle beschreibt. (Das war ein Steinbruch, von dem Karl oft erzählt hat, und hier ist Hermann gefallen.)

 

Über das Ergebnis der Kämpfe um den Lingekopf heißt es dort auf S. 3:

"... die Bergspitze des Lingekopfes wurde schliesslich am 16. Oktober 1915 vom französischen Oberkommando nur noch als „klassierte Reibungspunkte“ betrachtet. Die Kämpfe haben 10 000 Franzosen im Alter von 19 bis 20 Jahren und 7 000 jungen Deutschen das Leben gekostet."

 

Der Lingenkopf, Grab der Jäger 4
Dokumente: Briefe von Hauptmann Ferdinant Belmont, Offizier der Gebirgsjäger

Brief vom 1. August 1915 über die Angriffe am Lingekopf und Barrenkopf

„Trauriger und grossartiger Angriff: zwei Kompanien steigen zum Sturm auf, aufgereiht wie in der Übung und marschieren kaltblütig auf diesen Wald zu, der voll von Hinterhalten ist, durch ein völlig verändertes Gelände, umgepflügt von Granaten und bedeckt von Opfern der  vorangegangenen Angriffen. Sehr wenige gelangten bis zum Wald, wo Jäger der preussischen Bewachung stehend in ihrem Schützengraben, damit sie nicht von einem Geschoss getroffen werden konnten, das Gewehr angelegt und zielend auf einen nach dem andern von unseren  bedauernswerten Jägern. Wie viele sind so gefallen, getroffen von einer Kugel mitten in die Stirn oder in die Brust, als die kaum 200m durchrannten, die sie vom Waldrand trennten. Und welche Gedanken  hatten diese dort, als sie sich diesem verhängnisvollen Rand näherten und sehen konnten die Deutschen Seite an Seite, die sie erwarteten  hinter unentwirrbaren Verflechtung von Holzrittern und Stacheldrahtverhauen? Arme, brave Männer. Gleichzeitig nahmen  Maschinengewehre, verborgen in den Steinbrüchen des Schratz zu unserer linken die Linie unter ihr Flächenfeuer. All diese, die sich am Waldrand befanden, wenige Meter entfernt von den Deutschen, die dauernd schossen, kauerten sich in die Granatenlöcher, wo sie blieben  bis am anderen Tag abends, indem sie ohne Unterbruch Kugeln, Granaten und Knallkörper mit den Deutschen austauschten. Diese  Angelegenheiten am Linge- und Barrenkopf sind sehr hart, sie haben uns extrem hohe Verluste gekostet.

 
 
Hermann liegt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod im Elsaß.
Im Sommer 2006 sind wir dagewesen.
 
 
 
 
 
 Block 2 - Hermann liegt im Grab No. 337
 
 
 
 
 Block 3 - Für Soldaten jüdischen Glaubens wurde ein Grabstein mit dem Davidsstern
aufgestellt. - Der Gefreite Sally Thannhäuser ist an demselben Tag ums Leben
gekommen wie Hermann. Kannten sie sich?
 
 
Auf diesem Friedhof
ruhen
2438 deutsche Soldaten

1914-1918

Dans ce cemetiere militaire
          reposent
  2438 soldats allemands

 
 
 Wer hier alles liegt, weiß man nicht.