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Nichts hat Helmuts Leben und Empfinden so beeinflusst und geprägt wie der Krieg. Es ist wohl so, wie Erich Maria Remarque sagt, dass niemand unverletzt aus dem Krieg zurückkehrt. Und wenn einer ohne körperliche Verwundungen oder mit nur geringen physischen Verletzungen nach Hause kommt, so trägt er doch in seinem Innersten an den Wunden, die der Kreig seiner Seele, seinem Gefühl gechlagen hat.

Anders als so viele hat Helmut immer wieder davon erzählt, nachgefragt, darüber gelesen, berichtet - seine Art, mit den erlebten Schrecken umzugehen. (Und seine große Präzision in der Erinnerung an Daten fällt auf - sicherlich war das seine individuelle  Methode, das erlebte Grauen zu strukturieren und fassbar zu machen.)

Schon als wir noch nicht zur Schule gingen, hat er uns Kindern immer wieder erzählt. Und auch die Enkel hörten seine Geschichten, blätterten - mehr oder weniger interessiert - mit ihm in den Bilderalben. Und er ist nach seinem 70. Geburtstag als rüstiger alter Mann noch drei Mal in Leningrad gewesen, 1989 und 1990 mit mir und 1992 mit Otto Drewes und dessen Freund Georg Hemming aus Kirchgellersen.

Verfolgen wir das.