Zerstörungen im Kastenwald während der Wolchow-Schlacht Sommer 1942

Ein Birkenwald, aus der Ferne von Helmut mit seiner Agfa-Kamera fotografiert (geknipst, wie man damals sagte). Soldaten nähern sich, gehen hinein. Sie stehen neben Baumstämmen - offenbar ein Bunker der Roten Armee. Sie inspizieren die Trümmer, finden Leichen - auf dem einen Bild wohl Soldaten, jedenfalls legen das die wattierten Mäntel und ein Stiefel nahe. Ein anderes Bild zeigt verkohlte Leichen - grauenhaft das alles.

Eines der Bilder zeigt das Grab eines sowjetischen Offiziers. Auf dem Schild steht:
"Heldenhaft gefallen im Kampf mit deutschen Besetzern Leutnant Rizuk Fedor Ivanovic".
Er muss einige Zeit vorher gefallen sein.

Diese Bilder sind vermutlich 1942 im Verlauf der Wolchowschlacht gemacht wurden, und zwar in einem Wald nordwestlich von Dymno Mitte Juli 1942. ("Kastenwald" ist ein militärischer Ausdruck für ein charakteristisches Element im Gelände, anhand dessen sich die Sioldaten orientieren, wenn es sich um ein Waldstück handelt.)
Eines der Fotos - gleich unten, der Bilderstrecke vorgeschaltet - findet sich in dem Bericht über diese Schlacht in dem Buch über die 215. I.D. (Walter Schelm, Hans Mehrle, 215. Von den Kämpfen der 215. württembergisch-badischen Infanterie-Division, o.O., o.J., S.  117)  

Nach dem 1. Mai 1942 ist Helmut, von der Gelbsucht genesen, zu seiner Einheit im Nordabschnitt, eben im Bereich Wolchow zurückgekehrt.

 
Foto: privat (Helmut Brammer sen.